
Heuer
gibt es ...
Heuer gibt es wieder ein Straßenfest
zu Pfingsten - Frau Theresia Manhertz hat aus dem Volksfest einen Gebrauch
gemacht.
Nationalitäten oder Minderheitenfragen
stehen oft im öffentlichen Interesse, auch der Bergriff „Traditionspflege"
wird oft in den Mund genommen.
Die Werischwarer sind stolz darauf,
dass ihre Stadt im ganzen Lande als größte ungarndeutsche Ortschaft
bekannt ist.
Unsere Aufgabe ist, diese Feststellung
nicht nur mit der deutschen Einwohnerzahl zu begründen, sondern auch
mit Aktivität zu beweisen. Es ist sehr wichtig, dass wir unserer Nationalität
mit der Bewahrung der Sprache, Kulturschätze und der Pflege der Sitten
und Bräuche dienen.
Frau Theresia Manhertz geht in Werischwar
mit gutem Beispiel voran. Sie leitet seit 1998 den Heimatverein, der
vor zwölf Jahren mit dem Zweck die ungarndeutschen Traditionen zu bewahren,
ins Leben gerufen wurde.
Die Vorsitzende und die Vereinsmitglieder
sorgen dafür, daß die Sprache und die Kulturschätze der Deutschen in
Werischwar weiterleben. Sie sind bestrebt, Traditionen und Bräuche zu
bewahren und zu überliefern. Diejenigen, die zu diesem Kreis gehören,
halten sich für Ungarndeutsche. Sie wissen genau, woher sie kommen und
wohin sie gehen. Die Gemeinschaft, das gleiche Interesse und das sie
verbindende Ziel bedeuten für die Mitglieder einen „heiligen Ring",
in dem sie sich wohl fühlen.
Die durch den Heimatverein organisierten
kulturellen Programme, traditionellen Veranstaltungen - wie zum Beispiel
das Faschingsbegraben, Maibaumfest, oder Weinlesefest mit Umzug - bieten
uns eine bunte Palette der deutschen und ungarischen Traditionen an
und bewegen jüngere und ältere Generationen.
Traditionen zu pflegen, kann fast jeder
Mensch. Eine neue Tradition zu schaffen ernötigt aber schon viel mehr
Arbeit und Energie und kann nur durch gute Ideen und mit großem Enthusiasmus
zustandegebracht werden. Frau Theresia Manhertz hat es geschafft.
Es war eine Mutprobe, als sie aus dem
Anlaß des Millenniums im Jahre 2000 mit einem völlig neuem Programm,
nämlich mit dem Strassenfest zu Pfingsten die Werischwarer überraschte.
Frau Theresia Manhertz hat seitdem aus dem Volksfest einen Gebrauch
gemacht.
Das herrliche Wetter und die populären
Musikstücke von den „Bravi Buam" lockten Massen auf die Strasse. Im
nächsten Jahr mußte die Veranstaltung gar nicht mehr annonciert werden,
die Werischwarer Bürger haben auf das Strassenfest ohne weiteres Anspruch
erhoben. Und wie sehr sie auf das Strassenfest gewartet und es genossen
haben; die Strasse war trotz dem unangenehmen Wetter überfüllt und das
lustige Publikum hat mit Regenschirmen getanzt.
Nur vor diesem Mensch, der zu Theresia
nah steht, ist es bekannt, wieviel Mühe sie sich gibt, das alles unter
Dach und Fach zu bringen. Wir schulden ihr im Namen der ganzen Stadt
ein Dankeschön.
Auf die Vorsitzende kann man sich immer
verlassen, sie steht uns mit Rat und Tat jederzeit bei. Wir sollen auch
dafür unseren Dank aussprechen,dass man mit ihrer Teilnahme so an den
Veranstaltungen der Stadt, als auch anläßlich der Partnerschaftsbesuche
- unabhängig davon, ob es in Richtung Deutschland oder in Richtung Siebenbürgen
geht - rechnen kann.
Doch wird sie oft „aufs Korn genommen"
und man versucht die Verwirklichung ihrer Pläne zu hemmen.
Ich glaube, ich darf ruhig feststellen,
dass die kontaktfreudige und tatkräftige Vorsitzende, die fähig mit
allen Leuten menschliche, freundschaftliche Kontakte zu schliessen und
voller Lebenskraft und Energie ist, nur zu schätzen und zu ehren ist.
Frau Manhertz tut wirklich was für ihre Nationalität und ihr Heimatort.
Theresia, wir danken Dir!
Einige pflegen ihre Muttersprache, bewahren alte und schaffen neue Traditionen,
andere vergessen langsam, dass ihre Ahnen ihrer Abstammung nach Deutsche
waren.
E.H.
IMPRESSZUM:
Copyright © Pilisvörösvár Város Önkormányzata e-mail
Szerkesztő: Schuck Béla e-mail