
Werischwarer Nationalitätentage zum zweiten Mal
Regionaler Deutscher Theatertag
Am 20. November fand bereits zum 6. Mal der Regionale Theatertag im Theatersaal des Gymnasiums statt. Diesmal nahmen daran zwölf Theatergruppen teil, Gruppen aus Werischwar, Sanktiwan, Perwall, Tarian, Tschawa, Irm, Tscholnok, Weindorf und zum ersten Mal aus Budapest (Törökugrató Grundschule) und Wetschesch (Dorfschule). „Die Theater-stücke werden Jahr für Jahr besser” – meinten die Theater-gruppenleiter und die ständigen Teilnehmer des Theater-tags. Ideenreiche Kostüme, schöne Bühnenbilder, gute Artikulation und selbstsichere Bewegung auf der Bühne charakterisierten auch das diesjährige Treffen. Und die strahlenden Augen der jungen Schauspieler zeugten davon, dass sie ihren Auftritt vor dem Publikum sehr genossen haben.
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Die Schüler der Grundschule am Marktplatz begrüßen die Theatergruppen
mit einem Lied |
Die Organisatoren – die Schüler der Grund-schule am Marktplatz, Werischwar – berei-teten sich mit dem Stück „Der Herr, der konjugiert” vor und machten in ihrer Aufführung ein Spiel mit der Grammatik. Sie brachten den Zuschauern tanzend bei, wie man die deut-schen Verben konjugiert.
Die Tschawaer Schüler trugen in wunderschönen Kostümen das Stück „Der Herr, der schickt den Jockel aus” vor. Tscholnok präsentierte diesmal eine Fernsehsendung mit einer Familienszene und dem Märchen „Schnee-wittchen”, in dem sich die böse Stiefmutter ganz energisch geärgert hat. Im Stück „Ludwigs großer Tag” (Werischwar, Grund-schule am Kirchplatz) traten Gespenster, Hexen u.ä. Lebewesen auf die Bühne und zeigten, wie Ludwig, das Gespensterkind seine Gespensterprüfung bestand.
Die Kleinsten aus der Sanktiwaner Grund-schule trugen die „Vogelhochzeit” vor. Das Bühnenbild, die Technik, wie man eine Wiese auf der Bühne darstellen kann, die Live-Musik (Klavier und Gesang) und der tolle Tanz führten das Publikum in eine tolle Phan-tasiewelt. Das Spiel der Kinder widerspiegelte Lebensfreude und Energie. Die älteren Schüler aus Sanktiwan bereiteten sich mit dem orientalischen Märchen „Der kleine Hahn” vor, in dem der Hahn so überzeugend krähte, dass man wirklich geglaubt hat, dass er den Diamantenkreuzer zurückbekommen will.
Die Schüler aus Perwall trugen auch ein Märchen vor. Mit dem „Tischlein, deck dich...” stellten sie eine richtige Volksmär-chenstimmung mit ihren einfachen Kostümen und phantastischen Gegenständen (so z.B. das Tischlein, das sich gedeckt hat) dar. Zu den Lieblingsstücken gehört das Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten”, die diesmal von den Irmer Kindern vorgetragen wurde. Mit ihren Dialogen und der Gitarren- und Dreh-leierbegleitung war ihre Produktion sehr gelungen.
Tarian brachte – wie schon gewohnt – wieder ein Stück in Mundart mit. Das Publi-kum hat diesmal eine echte Kneipenstimmung erleben können. Im Stück „Seppl, der schlechte Lehrbub” spielte Seppl, den frechen, aber erfinderischen Buben. Sein Traum wurde ganz geschickt mit einem Puppenspiel geschildert. Akkordeonspiel und Gesang machten die Produktion noch lebendiger.
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| Die kleinen “Vögel” aus Sanktiwan |
„Die Prinzessin und der Mond” war der Titel des Theaterstücks der Budapester Schü-ler, in dem die Rollenbesetzung besonders gut gelungen ist. Ein gutes Beispiel war dafür die zauberhaft schöne und feine Prinzessin. Die Wetschescher Kinder trugen am Theatertag das längste Stück „Mats und die Wunder-steine” von Markus Pfischter vor. Die kleinen Mäuse haben mit ihrer Produktion beispielhaft gezeigt, was man durch Bühnentechnik, Bühnenbild erreichen kann. Sie machten ein richtiges Theater mit phantastischer Licht- und Tontechnik, mit Tanz und Musik.
Die Theaterstücke wurden am Ende von zwei Fachexperten, von Eva Haas und Vanessa Fecht bewertet. Sie haben den Gruppen einige Hinweise für die künftige Theatertätigkeit gegeben. Diese waren zum Beispiel: die Benutzung des Vorhangs, wodurch mehr Span-nung erreicht werden kann; die Wichtigkeit der lebendigen Musik und des Gesangs; das gut choreographierte Ende des Stückes; die Erscheinung der echten Gegenstände auf der Bühne, die zum Stück unbedingt passen und funktionstüchtig ins Stück einbezogen werden sollen; mehr Bewegung auf der Bühne, die das Stück lebendiger macht; die zu bearbeitenden Texte sollten mehr dramatisiert werden.
Es war auch diesmal nicht einfach zu ent-scheiden, wer den Wanderpokal mit nach Hause nehmen sollte. Schließlich fiel die Ent-scheidung zu Gunsten der kleinen Vögel aus Sankt Iwan, die für ihre Vogelhochzeit den Pokal erhielten.
Die Organisatoren hoffen aber, dass am nächsten Theatertag mindestens so viele Gruppen auf der Bühne des Ungarndeutschen Wirtschaftsgymnasiums auftreten werden wie in diesem Jahr, um das Publikum in die Welt der Geheimnisse und des Wunders zu führen.
Deutscher Regionaler Rezitationswettbewerb und Sängerwettstreit
Am 22. November füllte sich das Werischwarer Kulturhaus aufs Neue. Am Wettbewerb nahmen nämlich mehr als 90 Schülerinnen und Schüler aus Werischwar und Umgebung (Schaumar, Tschol-nok, Tschawa, Tarian, Scham-bek, Perwall, Sanktiwan und Irm) teil. Voller Erwartung trafen die Jurymitglieder ein und wurden von den Ergebnissen nicht enttäuscht. Sie hatten es manchmal wirklich schwer, unter den Schülern eine Reihenfolge zu erstellen. Zwar haben diesmal nur we-nige Teilnehmer Werke von ungarndeutschen Autoren (vor allem von Josef Michaelis, Josef Mikonya und Georg Fath) vorgetragen, dafür bereiteten sich aber ganz viele mit Texten in Mundart vor. Es gab Kinder, die sogar in örtlicher Tracht erschienen sind.
Zur größten Freude der Organisatoren war das Interesse für den Gesang-wettbewerb auch hoch, hierbei ertönten fast nur ungarndeutsche Lieder von allen Altersgruppen. Am Wettbewerb waren auch bekannte Gesichter vom letzten Jahr zu sehen, die nun viel selbstsicherer auf die Bühne traten.
Und hier die Ergebnisse:
Unterstufe:
Gedicht: 1. Mayer Dominik (Tscholnok 1. Kl.) 2. Faragó Zoltán (Sanktiwan, 4. Kl.) 3. Paul Dorothy (Werischwar - Marktplatz, 4. Kl.)
Prosa: 1. Hernyák Bettina (Schambeck, 4. Kl.) 2. Brader Edina (Sanktiwan, 4. Kl.) 3. Pittner Fruzsina (Werischwar - Kirchplatz, 4. Kl.) Sonderpreis: Stocker Aliz (Sanktiwan, 3. Kl.)
Gesang: 1. Holló Noémi (Werischwar - Markt-platz, 4. Kl.) und Bors Henriette (Schambeck, 4. Kl.)
2. Mirk Szilvia (Werischwar - Marktplatz, 1. Kl.) 3. Holló Mirella (Werischwar - Kirchplatz, 2. Kl.) Sonderpreis: Kerék Dóra, Dán Klaudia, Bányász Patrik (Perwall, 1. Klasse)
Oberstufe:
Gedicht: 1. Schneider Patrick (Tarian, 7. Klasse) 2. Tóth Ildikó (Tscholnok - 5. Kl.) 3. Maróti Petra (Schaumar, 5. Kl.)
Prosa: 1. Haluk Tibor (Werischwar - Kirchplatz, 7. Kl.) 2. Démuth Ákos (Werischwar - Marktplatz, 5. Kl.) 3. Bányász Dániel (Perwall, 8. Kl.) Sonderpreis: Horváth Zsófia (Tschawa, 6. Kl.) - Mundart
Gesang: 1. Szõnyi Dóra (Werischwar- Marktplatz, 5. Kl.) 2. Hahn Flóra (Tarian, 6. Kl.) und Varga Dóra (Schaumar, 5. Kl.) 3. Malek Virág (Sanktiwan, 7. Kl.)
Kathreintag
Die Veranstaltung wurde am 27. November im Kulturhaus mit dem Schwabenball zum Kathreintag abgeschlossen. Bevor die Musikkapelle Bravi Buam mit dem Musizieren begann, machte die Kindertanzgruppe aus Werischwar eine kurze Einstimmung und Szõnyi Dóra, die am Gesangswettbewerb den ersten Preis erhalten hat und das Zwillings-paar Fetter sangen zwei wunderschöne Lieder.
Die Minderheitenselbstverwaltung bedankt sich auf diesem Wege bei den Unterstützern der Nationalitätentage: der Stiftung für Nationale und Ethnische Minderheiten in Ungarn, dem Nationalen Kulturfonds, dem Ministerium für das Nationale Kulturerbe, dem Goethe Institut Budapest, der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg, dem Förderverein für deutsche Kindergärten und Schulen, der GmbH Szamos Marzipan, Mátrai Üveg Tükör und der N+N Bäckerei.
Ibolya Sax
Aranylakodalom
A legfontosabb: hit, remény és szeretet
Strack Anna és Mirk Márton 1954. október 23-án mondták ki egymásnak a boldogító igent a pilisvörösvári nagytemplomban, melyet 50 évvel késõbb, 2004. október 24-én a vasárnap esti szentmisén megerõsítettek.
– Az aranylakodalmunk szinte jobban sikerült, mint az igazi esküvõnk. Hiszen ötven évvel ezelõtt igen egyszerûen ünnepeltünk, szûk családi körben. Azért esküdtünk októberben, mert mezõgazdasággal foglalkoztunk és ahhoz, hogy az esküvõi ruhára valót megteremtsük, el kellett adnunk a terményt. De fiatalok voltunk, nem számított semmi, és ezáltal nagyon szép volt minden. Most pedig az a szép, hogy van négy fiú- és egy lányunokánk, és hogy ezt a szép jubileumot egészségben meg tudtuk élni.
Annus néni és Marci bácsi sokat gondolkodtak rajta, hogy megtartsák-e aranylakodalmukat, de végül úgy érzik, jól döntöttek, hisz az ünnepség fantasztikusan jól sikerült.
Szombaton volt a családi ebéd, melyet teljes egészében Annus néni készített el. Vasárnap, az esti szentmise után pedig már szélesebb körben folytatódott a „lakodalom” a család borospincéjében (hiszen Marci bácsi 60 éve borászattal foglalkozik).
A házaspár tizenöt éve tagjai a Nemzetiségi Vegyes Kórusnak, ezért kérték fel a kórustagokat, hogy énekeljenek az ünnepi szentmisén.
– Számunkra nagyon megható volt, hogy a kórus ezúttal csak nekünk énekelt. Elmondhatatlanul boldogok voltunk, amikor a templomajtóban gratulálók sora várt ránk. Az is nagy élmény volt, hogy a kórustagok szervezésének köszönhetõen igazi lakodalmas menetben indultunk a pincepartira, ahol a vigasság egészen az éjszakába nyúlt.
Az ünneplõ párnak meglepetésekben is volt része bõségesen, hiszen a gratulálók nem üres kézzel érkeztek: otthonukat napokig gyönyörû virágerdõ díszítette, az unokatestvérek finom süteményekkel kedveskedtek, Marci bácsi nõvére e nagy esemény megörökítésérõl gondoskodott (videofelvétel formájában) és sorolhatnám még…
Annus néni és Marci bácsi a következõképpen gondolnak vissza az elmúlt ötven évre:
– Tizenöt éve vagyunk tagjai a Vegyes Kórusnak, mely életünk legszebb tizenöt éve. Az, aki nem jár közösségbe, el sem tudja képzelni, milyen jó érzés egy közösséghez tartozni. Szinte barátként vagyunk együtt, a társaságban mindig jó a hangulat.
Tányércsörömpölés nálunk is elõfordult, de a kölcsönös megértés mindig felülkerekedett rajta. Katolikusokként azt mondhatjuk, hogy a boldogsághoz hit, remény és szeretet kell.
Mindig meg kell találni a helyes sorrendet.
A jövõre nézve mi már csak egészséget kívánunk magunknak. Soha nem hajtottunk pénzre, addig nyújtózkodtunk, amíg a takarónk ért. Úgy gondoljuk, hogy ha nem olyan célt tûz ki maga elé az ember, ami elérhetetlen, akkor nincs gond. Mindig csak szerényen - a lényeg, hogy sikerüljön!
A Mirk házaspár ezúton mond köszönetet az énekkarnak, a Neubrandt karnagyházaspárnak, Zoltán atyának, valamint családjuknak, rokonaiknak és barátaiknak, hogy aranylakodalmuk megrendezésében közremûködtek, és ezáltal felejthetetlenné tették számukra ezt a szép napot.
Sax Ibolya
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