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Wehrheim – Werischwar

Werischwar hat schon seit 1989 offi-zielle Beziehungen zu der hessischen Stadt Wehrheim. Im Mai dieses Jahres wurden die Kontakte zwischen den beiden Städten wieder lebendig.

Zwischen dem 3. und 7. Mai weilte nämlich der Geschichts- und Heimatverein Wehrheim in Werischwar. Die 32-köpfige Gesellschaft unter der Leitung von Helmut Michel (Vorsitzender des Vereins und ehemaliger Bürgermeister von Wehrheim) und Alois Oehling wollte nicht nur ein paar schöne Tage in Budapest und Umgebung verbringen, sondern auch Werischwar und die hier lebenden Menschen besser kennen lernen und ihre Kontakte mit dem Werischwarer Heimat-verein vertiefen. Aus diesem Grund übernachteten sie bei ihrer Ungarnreise in den Werischwarer Pensionen und auf ihrem Pro-grammpunkt standen außer der Besichtigung von Budapest und des Ausflugs ins Donauknie (Esztergom, Párkány und Szentendre) auch Spaziergänge in Werischwar. Getroffen hat sich die Gruppe mit Frau Elisabeth Grósz-Krupp, Bürgermeisterin, und Herrn István Botzheim, ehemaligen Bürgermeister, sowie dem Direktor des Ungarndeutschen Wirtschaftsgymnasiums, dr. Zoltán Guth. In ihrem Programm konnte auch die Kranzniederlegung an den Gräbern der deutschen Soldaten und der Besuch des jüdischen Friedhofs auch nicht fehlen. Gute Stimmung herrschte bei dem mit Weinprobe verbundenen Kellerbesuch in Kesztölc und der Gulaschparty mit den Mitgliedern des örtlichen Heimatvereins im Hof von Theresia Manhertz, Vorsitzende des Heimatvereins Werischwar.

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Wehrheimer vor der Basilika

Kurz nach dem Ungarnbesuch des Wehr-heimer Vereins reiste die Werischwarer Musik-kapelle zusammen mit 14 Mitgliedern des Heimatvereins und dem Notar, László Heider, nach Wehrheim, um dort an der Gewerbe-ausstellung teilzunehmen. Am 20. Mai nahmen die Gäste aus Werischwar an der Eröffnung der Wehrheimer Gewerbeausstellung und Jubi-läumsveranstaltung zum 25-jährigen Bestehen des Wehrheimer Gewerbevereins im Bürgerhaus Wehrheim teil, wo sie als Geschenk ein großes Tableau über Werischwar ihren Gastgebern überreicht haben. Vom 21.-22. Mai wirkten sie dann an der Wehrheimer Gewerbeschau aktiv mit. Das ist eigentlich eine große Leistungs-schau des Gewerbevereins Wehrheim. Wehr-heimer Firmen präsentierten ihr breites Angebot im Bereich Bürgerhaus, Festplatz, Großsporthalle. Auch die Werischwarer haben hier einen Stand eingerichtet, wo sie Prospekte und Produkte von Werischwarer Unternehmern, sowie Kassetten und CD-s von den Musikkapellen und der Sängerin Anna Peller zeigten. Außerdem konnten die Besucher des Standes den ungarischen Wein ausprobieren. Während der Ausstellung sorgte für die musikalische Unterhaltung die Werischwarer Musikkapelle.

Nach diesem gut gelungenen Wochenende in Deutschland kehrten die Werischwarer mit neuen Erlebnissen und Freundschaften berei-chert nach Hause und hoffen, dass die freundschaftliche Beziehung zwischen Wehrheim und Werischwar weiterhin aufrecht erhalten wird.

Ein herzlicher Dank gilt für die gute Orga-nisation an Gregor Sommer, Bürgermeister, Horst Hopfengärtner, Vorsitzenden des Gewer-bevereins, Erwin und Elo Velte, sowie den Gastgebern.

Ibolya Sax

Rundschau

1. In unserer letzten Nummer haben wir bereits über den Gastauftritt des Gerstetter Musikvereins zu Pfingsten berichtet. Anbei noch einige Zeilen aus dem Reisebericht von Hans Beißwanger:

„Der Musikverein ‚Harmonie' Gerstetten hat in bewährter Weise und zum wiederholten Male die Kontakte zu seinem Partnerverein‚ We-rischwarer Blaskapelle gefestigt. (...) Alte Bekannte sind viele Gerstetter und Werisch-warer geworden! (...) Am Pfingst-samstag marschierten um 6.00 Uhr früh beide Kapellen durch einige Straßen von Werischwar und eröff-neten musikalisch das große Blas-musikfestival. War es die Freude am Musizieren oder weil danach ein zünftiges Frühstück im Kaffeehaus Müller mit Schweinsbratwürsten, Barack und Bier vom Fass winkte?” – stellt er in seinem Zeitungsbericht die Frage.

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Die Gerstetter Musikkapelle im Festzelt

Über die weiteren Programme ist unter anderem Folgendes zu lesen: „Gegen Abend des Pfingstsonntags formierte sich als erstes die Gerstetter Musikkapelle (...) auf der Bühne im großen Festzelt (...). Am Pfingstmon-tag umrahmten die Musikvereine Gerstetten und Werischwar den Gottesdienst mit der Schu-bert-Messe. (...) Die Nachmittagsunterhaltung übernahmen wieder die Gerstetter Musiker. Zwei Stunden lang hatten sie das Publikum auf ihrer Seite. (...) Die fröhliche Reisegesellschaft kehrte nach schönen Tagen in Ungarn bei herz-licher Gastfreundschaft und guter Blasmusik wohlbehalten nach Gerstetten zurück.”

2. Am 21. Mai ist in der Badischen Zeitung ein Artikel über Werischwar und die in Werischwar lebenden Ungarndeutschen mit dem Titel „Überall ist Schwabenland” erschienen.

Das Verbreitungsgebiet der seit 1946 exis-tierenden Badischen Zeitung umfasst die Stadt Freiburg, die Kreise Breisgau- Hoch-schwarzwald, Emmendingen, Lörrach und Waldshut, den südlichen Teil des Ortenau-kreises sowie einen Teil des Schwarzwaldes. Sie erscheint täglich in über 150.000 Exem-plaren.

Aron Papp, der Verfasser des Beitrags ist in Zürich geboren, lebt als freier Journalist, als Zugereister seit zwei Jahren in Werischwar.

In seinem Artikel nennt er Werischwar als „Hochburg” der in Ungarn lebenden Donau-schwaben. Allerdings ist ihm ein Fehler unterlaufen, da die Zahl der in Ungarn lebenden deutschen Minderheit nicht 20.000, sondern 200.000 beträgt.

Im ausführlichen Beitrag wird nicht nur über die Geschichte der Siedlung geschrieben, sondern auch über ihre Lage, über die Landschaft und die umliegenden Berge. Auch einige Bau-denkmäler, wie die „schmucke Barockkirche” und das Denkmal des Bergarbeiterstreiks werden erwähnt, und die wichtigsten Institutionen werden auch aufgezählt. Etwas detaillierter wird auf Grund eines Gesprächs mit dem Direktor, dr. Zoltán Guth, über das Ungarn-deutsche Wirtschaftsgymnasium berichtet, dessen höchstes Ziel, die deutsche Identität wieder attraktiv und erfolgsfördernd zu machen, sei. Außerdem wird beschrieben, wie viele kleine schwäbische Familienbetriebe nach der Wende zu respektablen Großfirmen geworden sind.

Kurz tauchen auch die Begriffe „Etnobusi-ness” und „Multikulti” auf. Erwähnt wird fer-ner die geringe Anzahl der Romas in Werisch-war sowie die Spuren der ehemaligen jüdischen Gemeinde.

Der Journalist beendet seinen Beitrag mit den folgenden Sätzen: „Werischwar ist ein Ort für den zweiten, den tieferen Blick. ... Das Tor zum Pilisch gilt unter den besseren Vorstädten Budapests als ungeschliffener Diamant.”

Ibolya Sax

Sprüche

Nur wer Freude schenkt,
kann Freude haben.
Vielleicht gibt es Liebe ohne Leben,
Aber kein Leben ohne Liebe.

Wo tanz'n denn die Madl?
Ungarndeutsches Kindervolkstanzfestival in Schaumar

Am 20.-21. Mai fand das 5. Ungarndeutsche Kindervolkstanzfestival in Schaumar statt. Vor dem Festival wurden vom Landesrat der Un-garndeutschen Chöre, Kapellen und Tanzgruppen im Frühjahr Qualifizierungen in Ujfluch

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Schaumarer Kindertanzgruppe

/Szigetújfalu und in Nimmesch/Himesháza abgehalten. Über 40 Kindertanzgrup-pen ließen sich hier vor einer dreiköpfigen Jury qualifizieren, die die 12 besten Gruppen für das Kindervolks-tanzfestival in Schaumar auswählte. So kamen die Kindertanzgruppen aus Wemend/Véménd, Seksard/Szek-szárd, Schaumar/Solymár, Tax/Tak-sony, Sankt Martin/Szigetszentmár-ton, Agendorf /Ágfalva, Edeck/Etyek, Bonnhard/Bonyhád und jeweils zwei Gruppen aus dem Valeria-Koch-Schulzentrum Fünfkirchen/Pécs und aus Mohatsch/Mohács ins Finale.

Festivalsieger wurden diesmal die Kindertanzgruppe aus Schaumar mit ihrem Tanz „Eine Flamme gebe ich dir... gib sie weiter!” (Choreographie: Miklós Manninger) und die 6. Klasse des Valeria-Koch-Schulzent-rums Fünfkirchen mit dem Tanz „Weg zum Tanzen” (Choreographie: Mihály Mausz) und der „Sternpolka” (Choreographie: Helmut Heil). Diese zwei Gruppen werden in den folgenden zwei Jahren die ungarndeutschen Kindertanzgruppen am Tag der Ungarndeut-schen im Budapester Kongresszentrum vertre-ten. Außerdem erhielten beide Gruppen einen Siegerpreis im Wert von 100.000.- Ft von der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen.

Ibolya Sax

Chortreffen im Gymnasium
Mit Lied um die Welt...

Am 19. Juni füllte sich die Aula des Ungarn-deutschen Wirtschaftsgymnasiums aufs Neue – diesmal anlässlich eines Chortreffens. Es ist bereits zu einer Tradition geworden, dass der Werischwarer Gemischtchor die Liebhaber der ungarndeutschen Volksmusikkultur zu einem stimmungsvollen Liedernachmittag einlädt. An diesem sonnigen Sonntagnachmit-tag zeigten drei Chöre und ein Sing-kreis aus der Umgebung von We-rischwar eine kleine Kostprobe aus ihrem Repertoire.

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Schaumarer Frauenchor

Zuerst trat der 1974 gegründete Schaumarer Frauenchor auf die Bühne. Die von den Schaumarer Frauen gesungenen Lieder über die Liebe und „ti Schaumarer Madl” sorgten bereits am Anfang für eine gute Grundstimmung. Ihnen folgte der Tarianer Gemischtchor, der in diesem Jahr das 25. Jubiläum seines Bestehens feiert. Etwas jünger war der andere Gastchor, der Singkreis des Vereins Deutschtum Weindorf, der 1982 gegründet wurde. Obwohl die Mit-glieder in ihrer Vorstellung hervorgehoben haben, dass der Singkreis keinen geschulten Chor vertritt, war das an ihrer Produktion überhaupt nicht feststellbar. Zuletzt zeigten die Gastgeber ihr Können. Der jüngste (1989 ge-gründet), aber am stärksten besetze Werisch-warer Chor sang außer den ungarndeutschen Volksliedern ein Lied aus Verdis Oper „Na-bucco”. Eine Überraschung des Nachmittags war die Produktion eines Schaumarer Ehe-paares, das eine musikalische Szene über den Hausfrieden vorgetragen hat.

Die Programme der einzelnen Chöre sind beim Publikum sehr gut angekommen, wofür sie mit begeistertem Beifall gedankt haben. Und als bekannte Melodien erklangen, haben natürlich alle mitgesungen.

Nach dem offiziellen Programm lud der We-rischwarer Gemischtchor die Mitglieder der an-deren Chöre zu einem kleinen Empfang ein, wo der guten Stimmung und dem gemeinsamen, freien Gesang nur der Abend ein Ende gesetzt hat.

Sowohl die Chormitglieder als auch das Publikum hoffen auf eine Fortsetzung dieser Liedernachmittage, denn das gibt eine Chance, aus dem ungarndeutschen Liedgut noch zu retten, was zu retten ist.

Ibolya Sax

Módosult a kisebbségi törvény

Június 13-án megszavazta a kisebbségi önkormányzati képviselők választásáról szóló törvénymódosítást az Országgyűlés. A magyarországi kisebbségek jogait rögzítő 1993. évi LXXVII. törvény továbbfejlesztéséről, a kisebbségi választójogi szabályok pontosításáról több mint 8 éve folytak egyeztetések.

A módosítás lényege, hogy a kisebbségi intézményrendszerek megválasztásában csak a kisebbségekhez tartozók vegyenek részt, valamint, hogy a törvény szélesítse a kisebbségi önkormányzatok jogkörét.

A 2006-os kisebbségi választásokon már csak az szavazhat, aki egy nyilatkozatban kisebbséghez tartozónak vallja magát. Ezt az önbevallást nem lehet felülbírálni. A kisebbségi névjegyzék – mérlegelés nélküli – vezetése a helyi választási iroda vezetőjének hatáskörét képezi.

A kisebbségi önkormányzati választások során csak magyar állampolgárok választhatnak és csak azok választhatók. Kisebbségi önkormányzati jelöltet a már bejegyzett kisebbségi szervezetek állíthatnak. Jelölt az lehet, aki szerepel a kisebbségi választási névjegyzéken és nyilatkozik arról, hogy ismeri az adott kisebbség nyelvét, kultúráját, hagyományait. Helyben 5 fős kisebbségi önkormányzatok jöhetnek létre, amennyiben az adott településen legalább harminc fő kéri, hogy vegyék fel a választói névjegyzékbe.

Megnyílik a lehetőség megyei szintű kisebbségi önkormányzatok megválasztására is. A helyi kisebbségi önkormányzati képviselők lesznek jogosultak arra, hogy megválasszák a megyei és az országos kisebbségi önkormányzatokat.

Az a kisebbségi önkormányzati képviselő, aki a legtöbb szavazatot kapta a helyi önkormányzati választáson – egy kedvezményes számítási móddal – a települési önkormányzat teljes jogú képviselőjévé is válhat. Ha nem éri el senki a szükséges arányszámot, akkor a kisebbségi önkormányzat elnöke a kisebbség szószólójává válik az adott településen, és tanácskozási joggal részt vehet a helyi önkormányzat munkájában.

A helyi kisebbségi önkormányzati képviselők megválasztására az önkormányzati általános választás napján, míg a megyei és az országos kisebbségi önkormányzat tagjainak megválasztására az általános választást követő év márciusában kerül sor.

A politikusok azt remélik, hogy ezzel megszűnnek az ál-kisebbségi önkormányzatok. Eddig ugyanis olyanok is alapíthattak kisebbségi önkormányzatot, akiknek semmi köze nem volt az általuk papíron képviselt nemzetiséghez. Volt, aki pénzért – a kisebbségi önkormányzatok állami támogatást kapnak –, és volt, aki a hatalomért – beleszólhatnak a települési önkormányzat munkájába – alakított ál-kisebbségi önkormányzatot. A visszaéléseket az tette lehetővé, hogy a kisebbségi önkormányzati választásokon bárki indulhatott és bárki szavazhatott. A települési önkormányzati választással egy időben tartott eseményen mindenki megkapta a kisebbségi szavazólapot is, és akár azt is megtehette valaki, hogy az összes kisebbségi választásban részt vett, ha volt hozzá kedve.

 

 

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