17. oldal Nemzetiség
Europa und Schiller im Gymnasium
Nationalitätentag
Am 16. November versammelten sich ca. 600 Schüler in der Aula des Gymnasiums zur Eröffnung des diesjährigen Nationalitätentages. Dieses Jahr standen die Nationen und die Nationalitäten Europas im Mittelpunkt. Das Lehrerkollegium bereitete sich schon Wochen vorher – mit der organisatorischen Leitung von Katalin Lehoczky und Orsolya Fuchs – auf diesen Tag vor. Sie wählten Mitgliedstaaten der EU aus, stellten Plakate und Aufgaben zusammen. Die Schüler hatten eine Woche Zeit, die überall in der Schule hängenden Plakate zu studieren, Informationen zu sammeln.
|
| Zoltán Guth, Direktor der Schule |
Am Nationalitätentag begann dann schließlich der Wettbewerb: jede Klasse wurde in 2 Gruppen geteilt, und sie mussten 15 Stationen, d.h. 15 Länder besuchen, und dort die Aufgaben über das betreffende EU-Mitglied lösen. Auf sie warteten vielfältige Aufgaben: Puzzle, Quiz, Bildzuordnung, Richtig-Falsch-Aufgaben, Lückentexte, Activity, im Falle von Österreich wurde z.B. der Klassenraum in ein richtiges Wiener Café umgewandelt. Nach 4 Stunden begeistertem Treppensteigen war der Besuch in Europa zu Ende.
Nach dem Mittagessen fand der Tag im Theatersaal den Ausklang. Nach den feierlichen Tönen der ungarndeutschen- und der Europa-hymne unter Mitwirkung des Schulchores mit der Leitung von Gabriella Módos kam es zur Preisverleihung. Die ersten 3 Gruppen (12.b; 12.a; 8.a) erhielten von der Schule eine kleine Unterstützung für ihr Klassenbudget, die nächsten 2 leckere Torten.
Es wurden aber nicht nur für die Gruppen des Gymnasiums Preise verliehen, sondern auch für die Gruppen der Grundschulen der Region. An diesem Tag waren nämlich auch sie nach ihrem Wissen und Können gefragt, es fand auch der schon traditionelle Jakob Bleyer - Wettbe-werb und das Puskás-Purczeld Ferenc Fußball-turnier statt. Am Turnier nahmen 4 Mann-schaften aus den Grundschulen der Region (Weindorf/Pilisborosjenő, Schaumar/Solymár, Werischwar/Pilisvörösvár Kirchplatz, und dem Gymnasium) teil. Den ersten Platz hat die Fußballmannschaft des Gymnasiums erreicht.
Am Jakob-Bleyer-Wettbewerb konnten die jeweils 4 Schüler aus den 8 Grundschulen (Weindorf/Pilisborosjenő, Sankt Iwan/Pilis-szentiván, Maan/Mány, Taat/Tát, Schaumar /Solymár, Nyergesújfalu, Werischwar/Pilis-vörösvár - Marktplatz, Werischwar/Pilisvörösvár - Kirchplatz) über ihre Deutschkenntnisse Bescheid geben. Es gab sowohl einen Gruppen- als auch einen Einzelwettbewerb. Der Sieger des Gruppenwettbewerbs war die Grundschule Mátyás Hunyadi aus Schaumar, über die weiteren Plätze konnten sich die Werischwarer freuen: 2. Platz: Grundschule Werischwar- Kirchplatz, 3. Platz: Grundschule Werischwar- Marktplatz. Die ersten 4 Schüler des Einzel-wettbewerbs werden automatisch in das Gym-nasium aufgenommen, wenn sie die Schule besuchen möchten. Die vier Glücklichen sind: 1. Ágnes Molnár (Werischwar, Kirchplatz) 2. Júlia Szabó (Schaumar), 3. Soma Szigeti (Werischwar, Kirchplatz) 4. Brigitta Kara (Taat). Herzlichen Glückwunsch für alle Teilnehmer der Wettbewerbe!
Die Mitglieder des Wettbewerbs hatten dieses Jahr auch Fragen über Friedrich Schiller zu beantworten. Den Anlass dazu bildete die Namensgebungsfeier des Gymnasiums, die für die Schulgemeinde an diesem Tag veranstaltet wurde.
Die Feier wurde mit 3 Tänzen abge-schlossen. Die Schüler des 10. Jahrgangs trugen 2 schwäbische und einen ungarischen Volkstanz vor. Die wunderschön und begeistert vorgetragenen Tänze wurden von der Lehrerin Orsolya Fuchs den Schülern beigebracht.
Die Schüler und Lehrer des Friedrich - Schiller - Gymnasiums, Beruflichen Gymna-siums und Schülerwohnheims hatten auch dieses Jahr an diesem Tag Spaß gehabt, an dem ohne "richtigen" Unterrichtsstunden viel über Europa, über die Nationalitäten, über Zusam-menarbeit gelernt wurde.
Namensgebungsfeier
Am 17. November kam es zur offiziellen Namensgebungsfeier des Friedrich-Schiller-Gymnasiums, Beruflichen Gymnasiums und Schülerwohnheims. Vor der Feierstunde hatten die Anwesenden die Möglichkeit, sich in der Aula neben einem Glas Sekt die Photos über das Schulerweiterungsprojekt sowie die neuen Räumlichkeiten des Gymnasiums, unter anderem das erweiterte Schülerwohnheim und die neue Turnhalle anzuschauen.
Unter den Gästen konnten die Organi-satoren die Vertreter der Landesselbstverwal-tung der Ungarndeutschen (des Trägers der Schule), des Bildungsministeriums, des Min-derheitenamtes, des Stadtrats von Werischwar, sowie die Vertreter der örtlichen Institutionen und ehemalige Lehrer und Schüler des Gymnasiums begrüßen.
Zoltán Guth, Direktor der Schule, erklärte in seiner Rede, warum die Schule gerade nach Friedrich Schiller benannt wurde. Ein wichtiger Gesichtspunkt war dabei, dass das humanistische Universalwerk und das literarische Schaffen von Schiller im Zusammenhang mit der Bildungs- und Erziehungstätigkeit des 1963 errichteten Gymnasiums stehen. "Der Gedanke des freien und mündigen Bürgers, der im Stande ist, selbständig und reflektiert Entschei-dungen zu treffen, ist auch ein Wunschbild, dass wir unseren Schülerinnen und Schülern vermitteln wollen. Mit dem Namen Schillers wollen wir verdeutlichen, dass unser Gymnasium über ein markantes und authentisches Profil verfügt und verfügen soll. Dies bedeutet gleichzeitig eine Identifikationsmöglichkeit der Kollegen, Schüler und Eltern mit der Schule." - setzte er seine Gedanken fort.
Zum Schluss bedankte er sich bei dem ungarischen Staat, dem Bundesministerium des Innern und den Sponsoren, die das Bauvor-haben des Gymnasiums mit 550 Millionen Ft unterstützt haben. Anschließend drückte er seine Hoffnung aus, dass diese Bildungsein-richtung Quelle und Hort deutscher Kultur-tätigkeit in der näheren und fernen Umgebung wird.
Otto Heinek, Vorsitzender der Landesselbst-verwaltung, hob in seiner Rede hervor, dass er es für sehr wichtig hält, dass es sich in Werischwar nicht mehr um irgendein Nationalitätengym-nasium handelt, sondern um das Schiller-Gymnasium. Der Name zeige ein klares Profil, denn Schiller war ein leidenschaftlicher Ver-fechter der Freiheit und der Rechte und daneben ein hervorragender Schriftsteller. Er wies darauf hin, dass die Landesselbstverwaltung in den vergangenen Jahren zwei wichtige überregionale Bildungseinrichtungen übernommen hat, das Gymna-sium in Werischwar und das Deutsch-ungarische Schulzentrum (heute Valeria Koch Kindergarten, Grundschule und Mittelschule) in Pécs. Dabei war eines der Ziele, beiden Institutionen einen Namen zu geben, mit denen man sich besser identifizieren kann und der auf ein klares und ähnliches Profil hindeutet. Dies ist auch gelungen, denn sowohl Schiller, als auch die ungarndeutsche Dichterin Valeria Koch, nach denen die beiden Einrichtungen benannt wurden, echte Europäer waren.
Der Text der Europahymne stammt ja auch von Schiller. Vor mehr als 200 Jahren hat er bereits an die Wichtigkeit des Zusammenhaltens und an die Vereinigung Europas gedacht. Als Träger des Gymnasiums hat Herr Heinek zum Schluss versprochen, dass die Landesselbstver-waltung bei der finanziellen Absicherung und der rechtlichen Abwicklung weiterhin ihr Bestes tun wird. "Und wenn das auch die Lehrer tun, dann werden es auch die Schüler tun." - beendete er seine Rede.
Nach den Reden rezitierte Bianka Kozek, Schülerin des Gymnasiums das Gedicht "Hoffnung" von Schiller.
Die Krönung des Abends war das mehr als anderthalb Stunden lang dauernde Konzert des VENTOSCALA Symphonieorchesters, das von Ilona Meskó dirigiert wurde.
Es ertönten zuerst das Pianokonzert in A-Dur und das Klarinettenkonzert in A-Dur von Mozart. Danach folgten drei Werke von Beethoven: Die Violineromanze in G-Dur, Das ungarische Weinleselied nach einem Gedicht von Sándor Kisfaludy und zum Schluss die Ode an die Freude, die vom Kammerchor der Musikakademie gesungen wurde.
Der Abend wurde mit einem großzügigen Empfang im neuen Turnsaal des Gymnasiums beendet.
Erika Bogár, Ibolya Sax