25-jähriges Jubiläum Wehrheim-Werischwar
Am 30. Mai wurde im Theatersaal des Kulturhauses („Művészetek Háza”) die zwischen Wehrheim (im Taunus/Hessen) und Werischwar seit 1984 bestehende Freundschaft gefeiert.
Die Feierlichkeiten waren von einem traurigen Ereignis überschattet: der Altbürger-meister von Wehrheim, Herr Helmut Michel, dem Werischwar noch lange vor der Wende den ersten Kontakt und dann später den Ausbau der Partnerschaft verdankt, ist am 24. Mai kurz vor seinem 73. Geburtstag aus dem Leben geschieden. Durch die Worte von Herrn Bürgermeister Gromon wurden Erin-nerungen an Herrn Michel wachgerufen, und mit Momenten sowohl aus dessen priva-tem Leben als auch seiner öffentlichen Betäti-gung wurde geschildert, wie der Halt der Familie, das Zusammenleben nicht nur auf der lokalen, sondern auch auf der länderübergreifenden Ebene wichtig sind.
Nach Herrn István Gromon war Herr Bürgermeister Gregor Sommer an das Red-nerpult getreten, dem, nach Herrn Gromons Worten es offensichtlich schwer fiel, zu reden, da Herr Sommer ein sehr guter Freund des Verstorbenen war. Herr Sommer hätte noch weitere Daten der Zusammenarbeit der Gemeinden nennen können, aber stattdessen rief er den Anwesenden ins Gedächtnis, dass in den 25 Jahren der Wehrheim-Werischwarer Freundschaft unheimlich viele Sachen pas-siert sind: 1984 hätte noch niemand ahnen können, dass man in der nahen Zukunft aus Deutschland aus ohne Ausweis und Grenz-kontrolle nach Ungarn werde fahren können. Eheleute feiern nach 25 gemeinsamen Ehe-jahren die Silberhochzeit – Herr Bürger-meister Sommer verlieh seinem Wunsch Ausdruck, dass die Freundschaft der zwei Gemeinden auch die goldene Hochzeit feiern möge. Auf Herrn Sommer folgte Herr Roland Polaschek, Bürgermeister von Gerstetten (Baden-Württemberg), der in seiner Rede betonte, dass die Freundschaft wie ein Vogel sei: nur wenn er mit beiden Flügeln schlägt, kann er fliegen, und er wünschte den Silber-hochzeit Feiernden – genau wie Herr Bürger-meister Dieter Rubenbauer aus Gröbenzell (Bayern) – alles Gute und für die nächsten 25 Jahre viel Erfolg.
Es kann nicht oft genug betont werden, dass Werischwar der Kommune und den Ein-wohnern von Wehrheim in jeder Hinsicht und in zahlreichen Bereichen – man denke nur an den Austausch der Tanzgruppen, Mu-sikkapellen, Vereine, Handballmannschaf-ten, Feuerwehrleute, Schulen und Kinder-gärten – viel zu verdanken hat. Mit den Feier-lichkeiten zu Pfingsten wollten die Werisch-warer ihrer Dankbarkeit auf eine sehr bescheidene, aber offenherzige Weise und mit der Unterstützung von Erika Bogár (Übersetzungen), Anikó Balasi (Moderation), Dóra Horvát-Zentai (Klavier), Péter Szlovencsák (Klavier), der Streichkapelle unter der Lei-tung von Anita Oláh-Szabó und Zsuzsanna Tácsik schließlich der Blaskapelle der Werischwarer Musikschule Ausdruck geben.
