XIV. évfolyam 1. szám - 2014. október

Franz Sziebert 1929-2012 Der Chronist des ungarndeutschen Leides

Der Name des Branauer Schriftstellers Franz Sziebert gehört sicherlich zu den bekanntesten der ungarndeutschen Literatur. Er wurde in Ketschinge (damals Ráczgörcsöny, heute Görcsönydoboka) etwa 20 Km von Mohatsch geboren und stammte aus einfachen Verhältnissen, wuchs im dörflichen Milieu auf und hatte – so wie andere auch – den deutschen Ortsdialekt zur Muttersprache. Den Zweiten Weltkrieg und die Diskriminierungen in den Nachkriegsjahren durchlebte er als traumatische Erfahrung, über die er sich erst nach der politischen Wende in aller Offenheit äußern konnte – und wollte.

Am 21. September 2014 wurde eine neue Tradition aus der Taufe gehoben: im Budaer MOM-Kulturzentrum wurde das erste Mal das Nachmittagsfest der Ofner Schwaben veranstaltet, das ganz im Sinne der bewahrenden Traditionspflege ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Programm aus der ungarndeutschen Kultur des Ofner Berglandes präsentierte.

Die unter Mitwirkung vieler Auftretender und zahlreicher Zuschauer durchgeführte Veranstaltung zeigte sehr deutlich, welch großes Interesse an der eigenen Überlieferung und Geschichte besteht. Indem das Gesamtbild der Anwesenden durch eine Vielzahl Trachten bestimmt wurde, hatte man die Möglichkeit, sich an der Schönheit der traditionellen Kleidung zu erfreuen.