XIV. évfolyam 12. szám - 2014. december

Tradition und Brauchtum als zusammenhaltende Kraft der Volksgruppe

Nationalitätennachmittag am 23. November 2014

Die Werischwarer deutsche Nationalitätenselbstverwaltung veranstaltete heuer zum elften Mal den Nationalitätennachmittag, der ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens der Stadt geworden ist. Dementsprechend äußerte sich das rege Interesse der Werischwarer deutlich, indem der Theatersaal des Hauses der Künste bis auf den letzten Sitzplatz und auch noch darüber hinaus füllte, so dass manch einer der interessierten Besucher die Veranstaltung nur in der Tür bzw. in der Vorhalle stehend verfolgen konnte.

Die Institutionen und Vereine der Stadt haben sich dankenswerterweise erneut bereit erklärt, den Anwesenden einen angenehmen Nachmittag zu gestalten. Sie zeigten, was sie im Laufe eines Jahres gemacht und gelernt haben.

Den Anfang machte mit bekannten Musikstücken die Werischwarer Blaskapelle, welche jedes Jahr sehr aktiv an dem Nationalitätentag und auch an anderen Programmen teilnimmt. Mit ihren Musikstücken wünschten sie zugleich den anwesenden Elisabeths und Katharinas alles Gute zum Namenstag.

Danach gehörte die Bühne den Kleinsten unter den auftretenden Gruppen,  den Kleinkindern aus dem Deutschen Nationalitätenkindergarten Rákóczi Straße. Das war der erste Kindergarten in Werischwar, in dem 1973 die Nationalitätenerziehung eingeführt wurde, und die auch heute noch eine besondere Rolle in der  zweisprachigen pädagogischen Konzeption spielt. Die Kinder zeigten ihre Lieblingstänze, die sie mit der Hilfe von Krisztina Szentes-Kubovics und Krisztina Fetter eingeübt hatten.

Hiernach folgte der Nostalgie-Gesangkreis unter der Leitung von Piros­ka Holló mit dem Vortrag von sechs Lieder, bei deren Vortrag sie von János Tagscherer auf dem Akkordeon unterstützt wurden.

Als dritter Programmpunkt traten die Schüler und Schülerinnen des Friedrich Schiller Gymnasiums der Klasse 10.a auf. Sie tanzen seit zwei Jahren unter der Leitung von Orsolya Fuchs und zeigten geschickt ihr Können.

Mit dem Film „Unsere Traditionen“ präsentierte das Haus der Künste einen der beiden Filme, der als Ergebnis der gemeinsamen Betreuung des Heimatmuseum zusammen mit Maria Gromon (Mici néni) im Laufe der Digitalisierung des reichhaltigen Materials des Museums unter der Leitung von Anikó Balasi, Direktorin des Hauses der Künste, von den Mitarbeitern des Hauses (Sza-bolcs Zsámboki, Katalin Valachi) erstellt worden war.

Nach einer kurzen Pause betraten die Schüler der Grundschule auf dem Kirchplatz die Bühne und trugen ihr Stück mit dem Titel „Der Weg nach Werischwar“ vor, in dem insgesamt 47 Kinder mitspielten. Das Stück wurde von Frau Noémi Haviár, Adrienn Rittling und Frau Boglárka Hargittai-Menges inszeniert. In ihrem eindrucksvollen und wegen seiner Originalität äußerst unterhaltsamen Kulturprogramm erinnerten sie an unsere Ahnen, die vor 325 Jahren aus dem süddeutschen Raum nach Werischwar gekommen waren. Mit der Theateraufführung von den Schülern der Klassen 4.a-b-c-m, 5.c, und 6.m gaben sie einen kurzen Rückblick in die Vergangenheit und zeigten, wie unsere Vorfahren ihr Leben in der Urheimat geführt hatten, unter welchen Umständen sie ins ferne Ungarnland gereist waren, und wie es mit ihnen in Werischwar weiterging.

Der szenischen Darbietung der Schüler folgten drei Lieder im Vortrag des Männerchors des Deutschen Nationalitäten-Gemischtchor.

Als nächstes zeigte die Gruppe „Unterstufe“ der Werischwarer Tanzgruppe, was sie im Laufe des letzten Jahres gelernt hatte. Die Kleinkinder wurden von Kata Ziegler, Szilvia Mirk und Julia Mirk betreut.

Ihnen folgte die mittlere Gruppe des Ungarndeutschen Volkstanzensembles Werischwar, sie tanzten unter der Leitung von Ildikó Petrozsényi.

Zum Abschluss des Programms erklangen bekannte Walzer und Polkas im Vortrag der Mini Sramli-Kapelle. Das Kammerorchester der Musikschule wurde im Jahre 2010 gegründet und besteht aus folgenden Mitgliedern: Patrik Kohlhoffer – Trompete, Bálint Steckl – Akkordeon, Áron Botzheim – Tuba, Kristóf Hau – Schlagzeug und Krisztián Peller – Klarinette. Gesungen wurden die Stücke von Barbara Mester. Ihr Musiklehrer ist Balázs Kozek.

Zum Abschluss des Programms dankte die Moderatorin, Erika Bogár-Szabó, die auf charmante Weise durch das Programm geführt hatte, allen Auftretenden, den für den reibungslosen Ablauf des Programms verantwortlichen Mitarbeitern des Hauses der Künste sowie den Anwesenden, und ermunterte sie alle, noch bei dem guten Wein und den frisch gebackenen Pogatschen gemeinsam plaudernd den Abend zu verbringen.

Erika Bogár
Márta Müller
Gábor Kerekes