XVI. évfolyam 12. szám - 2016. december

Tradition und Zusammenhalt – Nationalitätennachmittag 2016

Am 20. November 2016 war es wieder soweit: Die Deutsche Nationalitätenselbstverwaltung Werischwar begrüßte die im Haus der Kultur zahlreich erschienenen Gäste zu ihrem traditionellen Nationalitätennachmittag, der heuer bereits das dreizehnte Mal stattfand.

So wie bisher auch immer, so war es auch jetzt bereits im Vorfeld der Vorbereitung der Veranstaltung klar, dass sich die Institutionen und Vereine der Stadt wieder dem Publikum mit ihrem Tanz, ihrer Musik und ihrem Gesang präsentieren und den Teilnehmern der Veranstaltung einen angenehmen Nachmittag gestalten würden.

Den Auftakt machte die Werischwarer Blaskapelle, die in ihrer gewohnt präzisen Art mit dem Vortrag bekannter Musikstücke für eine gute Atmosphäre sorgte, Die Blaskapelle ist in Werischwar sehr beliebt, macht sie doch jedes Jahr sehr aktiv an dem Nationalitätentag und auch an anderen Programmen in der Stadt mit, wodurch sie so gut wie ein jeder Werischwarer kennt.

Hiernach hielt László Sax, der Vorsitzende der Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung, seine Begrüßungsrede, in der er die Anwesenden willkommen hieß und auf das noch kommende Programm einstimmte.

Als nächster Programmpunkt betraten die Bühne die Kleinsten der an jenem Tag  auftretenden Gruppen, nämlich die Kleinkinder aus dem Gradus-Kindergarten. Das von ihnen vorgetragene, vom Publikum mit Entzücken aufgenommene Programm war von Claudia Jakucs und Viktória Pápa eingeübt worden.

vorosvari-ujsag-2016-12-00036Die darauf folgenden Minuten gehörten dem Nostalgie-Gesangkreis, der unter der Leitung von Piroska Holló und unter der Akkordeonbegleitung von Johann Tagscherer zur großen Freude der Anwesenden die Lieder „Als ich dich zum ersten Mal erblickte”, „Ich habe einmal geliebet”, „Auf dieser Hochzeit” und „Im Garten steht eine Bank” vortrug. Der Chor hatte kurz zuvor, am Nationalfeiertag, am 23. Oktober die Auszeichnung „Für Pilisvörösvár” erhalten, wozu ihnen recht herzlich gratuliert wurde.

Für Abwechslung sorgte erneut ein Wechsel, diesmal ein doppelter, denn zwei Schüler der Klasse 9 c des Friedrich Schiller Gymnasiums nahmen die Bühne in Besitz und nach dem Gesang folgte nun Instrumentalmusik, indem sie auf sehr konzentrierte Weise 2 Stücke auf dem Akkordeon spielten.

Als nächster Programmpunkt folgte der Werischwarer Nationalitätengemischtchor, der aus seinem reichhaltigen Repertoire die Gesänge „Auf ihr Freunde“, „Donau­­schwaben werden wir genannt“, „Donautal Lied“ und „Weisse Wolkenwalzer“ vortrug. Begleitet wurde der Chor auf dem Akkordeon von István Baksa, während Franz und Piroska Neubrandt ihn dirigierten.

Nach der Darbietung der Tanzgruppe Margaréta gehörte die Bühne den Mitgliedern des Werischwarer Heimatwerks. Diese Gruppe besteht aus begeisterten Jugendlichen, die sich für die schwäbischen Traditionen interessieren, und diese auch pflegen und weitergeben wollen. Die Heimatwerkler zeigten aus ihrem sich langsam verbreitenden Repertoire einen Ausschnitt, indem sie eine lustige Szene im Wirtshaus nachstellten, in der ein bisschen Weintrinken, Singen und Tanzen eine Rolle spielten. Das attraktive an der Darbietung des Heimatwerks ist – neben der begeisterten Darbietungsweise – die Vermischung von Tanz, Gesang und szenischer Darstellung.

Nach einer Pause von etwa 15 Minuten folgte das beeindruckende Stück der Schüler der Deutschen Nationalitätengrundschule am Kirchplatz. Die Schüler der Klassen 3 d und 5 d besuchen den zweisprachigen Unterricht und führten im Rahmen des Nationalitätennachmittags eine auf alten Traditionen basierende schwäbische Hochzeit vor. Die Schüler wurden dabei von Vencel Kéri auf dem Akkordeon begleitet. Das Material zu der schönen und mit viel Liebe ausgearbeiteten Darbietung war von Éva Haász und Adrienn Erdős gesammelt worden, und sie haben auch die Kinder auf den Auftritt vorbereitet.vorosvari-ujsag-2016-12-00035

Als nächstes konnte das Publikum schwäbische Tänze im Vortrag der Nostalgie-Tanzgruppe und unter der musikalischen Begleitung von István Baksa miterleben. Die Tänze wurden von Frau Müller einstudiert.

Der einen Tanzgruppe folgte in Gestalt der Jugend- sowie der Erwachsenengruppe des Ungarndeutschen Volkstanzensembles Werischwar die andere auf dem Fuße. Die Jugendgruppe tanzte die Choreographien „Lahmkruam-Polka“ und „Schwung“, die Erwachsenengruppe stellte die Choreographie „Feiertag“ vor. Ihr Programm beendeten sie gemeinsam auf der Bühne mit der „Musikerpolka“.

Als Abschluss des offiziellen Programms erklangen bekannte Musikstücke im Vortrag der Kapelle Bergländer Buam, einer Kapelle, die vergangenen Sommer von begeisterten Jugendlichen gegründet worden war, die die schwäbische Musiktradition pflegen und bewahren wollen. Als junge Gruppe spielten sie angesichts der Auftrittsmöglichkeit, die sie erhalten hatten, besonders engagiert auf.

Zum Abschluss des Programms dankte die Moderatorin Júlia Mirk, die souverän und auf Deutsch durch das Programm geführt hatte, allen Auftretenden, den für den reibungslosen Ablauf des Programms verantwortlichen Mitarbeitern des Hauses der Künste für ihre Arbeit sowie den Anwesenden für den Beifall, und ermunterte sie alle, noch bei dem guten Wein und den frisch gebackenen Pogatschen gemeinsam plaudernd den Abend zu verbringen.