XVI. évfolyam 1. szám - 2016. január

Deutscher Kalender 2016

Der „Deutsche Kalender” ist das von der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen herausgegebene Jahrbuch der Ungarndeutschen, das immer wieder einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse, Themen und Probleme im Leben der Volksgruppe gibt, weshalb es eine Publikation von herausragender Bedeutung ist. Aus diesem Grunde ist es auch eine Ehre und Anerkennung, wenn eine ungarndeutsche Siedlung bzw. Gemeinschaft großartige Momente ihres Lebens in diesem Rahmen vorstellen kann.

In dem Ende 2015 erschienenen „Deutscher Kalender 2016“, der mit seinen 320 Seiten erneut ausführlich auf verschiedenste für die Volksgruppe Themen eingehen kann, ist Werischwar prominent mit einem Bericht über das Ansiedlungsfest und die Einweihung des Ansiedlungsdenkmals am 15. August 2015 vertreten.

Auf drei Seiten werden – in Begleitung von zwei Fotografien – die einzelnen Stationen der Aufstellung des Ansiedlungsdenkmals, angefangen mit der Vorgeschichte, der Entstehung der Idee zu einem Denkmal und der Auswahl des Ortes, wo es aufgestellt werden sollte, bis zu dem feierlichen Tag im August, nachgezeichnet. Hervorgehoben wird der Anteil der Werischwarer Jugend an der Initiierung des Projektes sowie die umfassende Unterstützung, die es in der Bevölkerung der Stadt und auch darüber hinaus fand, denn auch die Partnerstädte Werischwars halfen bei der Umsetzung mit. Den biblischen Spruch „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein” zitierend verwies Bürgermeister István Gromon in seiner Rede darauf, dass der Mensch nicht nur körperliche, sondern auch seelische Bedürfnisse habe, was ebenso für eine Gemeinschaft gelte, wie es die Stadt eine ist. Die Menschen brauchen auch durch Denkmäler Beruhigung, Erinnerung an die Vergangenheit und an ihre Herkunft. Diese Möglichkeit wird seit dem denkwürdigen Tag von dem Ansiedlungsdenkmal geboten.

In einem anderen Zusammenhang wird Werischwar, genauer das Mundartlehrbuch Kriaz Kaut! Grüß Gott!“ von Mária Andrusch-Fóti und Márta Müller, das speziell über die Werischwarer Mundart verfasst worden ist, als eines der beispielhaften ungarndeutschen Bücher angeführt, die zur Bewahrung und Verbreitung der vom Aussterben bedrohten Ortsmundart beitragen. Frau Dr. Márta Juhász von der Katholischen Universität Péter Pázmány verwies hierauf in ihrem Beitrag, den sie auf der Konferenz an der Fakultät für Erzieher- und Grundschullehrerbildung der ELTE hielt, die von Frau Dr. Éva Márkus, Dozentin und Lehrstuhlleiterin der Fakultät, organisiert wurde.

Angesichts der Nennungen Werischwars im neuen „Deutschen Kalender“ sieht sich unsere Stadt gut repräsentiert und kann stolz auf sich sein.

Kerekes Gábor