XVI. évfolyam 1. szám - 2016. október

ROSMARIN IN WERISCHWAR

Am 30. September versammelten sich ca. 200 Leute aus Werischwar und den umliegenden Ortschaften im Haus der Künste, um sich das Stück „Rosmarin“ der Laientheatergruppe Kompanei aus Schaumar anzuschauen.

Im Mundartstück wurde die traurigste Periode der ungarndeutschen Geschichte, die Vertreibung aufgearbeitet. Wir sahen Szenen aus dem Leben von Schaumarer Familien, die  größtenteils 1946 ihr Heimatdorf verlassen mussten. Die Angst um ihr Schicksal, der Ablauf der Einwaggonierung, ihre Ankunft in Deutschland, ihr Leben in den 50er Jahren und das Treffen mit ihren Verwandten nach 15 Jahren wurde von den Schauspielern auf die Bühne gebracht.

Die Zuschauer konnten wirklich fast hautnah erleben, wie es diesen Leuten ergehen konnte. Das war außer der professionellen Vortragsweise ­ größtenteils im Dialekt ­ auch der Regie, den anschaulichen Bühnenbildern, den vielen, zeitgenössischen Requisiten, den schönen Trachten, dem Gesang und der Musik zu verdanken.

Nach der Vorstellung ernteten die Schauspieler großen Beifall, die Zuschauer gingen nachdenklich, aber von der Vorstellung begeistert nach Hause, viele nahmen auch das dort erhältliche DVD mit sich.

Es freute uns sehr, dass wir unter den Schauspielern wieder Werischwarer Gesichter sehen konnten: Szilvia und Julia Mirk, Liza Manhertz, Katalin Lukács-Balázs, Hilda Rádler und Gábor Kurilla haben auch in diesem Stück ihr Bestes gegeben.

Wir danken Frau Hilda Hellebrandt-Hartmann für die Regie und allen Schauspielern für dieses tolle Erlebnis!

Deutsche Nationalitätenselbstverwaltung Werischwar