XVII. évfolyam 9. szám - 2017. szeptember

Ein Vierteljahrhundert in Freundschaft

Jubiläumsfeier der Städtepartnerschaft zwischen Gröbenzell und Werischwar

Am 13. August wurde in Werischwar eine Feier begangen, an der trotz des Umstandes, dass sie am Kiridoog-Sonntag stattfand, viele Bürger teilnahmen, war ihnen doch der Anlass von besonderer Bedeutung: Gröbenzell – die oberbayerische Partnergemeinde Werischwars – und das Bestehen der Partnerschaft zwischen den zwei Gemeinden wurden gefeiert.

Die Veranstaltung, die in der Aula der Musikschule stattfand, wurde von Frau Erika Szabó-Bogár moderiert sowie konsekutiv ins Ungarische übersetzt. Für den musikalischen Hintergrund und dadurch für eine dem Ereignis würdige Atmosphäre sorgte der deutsche Nationalitätengemischtchor Werischwars.

Über die Vertreter der Gemeinde Gröbenzell waren auch der Bürgermeister von Gerstetten, Roland Polaschek, István Gromon, Bürgermeister von Werischwar, István Alvó, Leiter der Delegation aus Borszék (Siebenbürgen), Ludwig Nádasi, Vorsitzender des Deutsch-Ungarischen Vereins Gröbenzell und László Sax, Vorsitzender der dt. Nationalitätenselbstverwaltung von Werischwar, zugegen.

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Erika Szabó-Bogár und Martin Schäfer

Zuerst hielt István Gromon seine Festrede. Er betonte, dass durch die Partnerschaft Werischwar nicht nur kennenlernen durfte, wie eine Großgemeinde in Oberbayern verwaltet und geleitet wird, wie Innovationen zum Wohle der Gemeinschaft genutzt werden, sondern dass diese Partnerschaft auch auf beiden Seiten viel Freude und Farbe ins Leben der Menschen gebracht hat. Der Baum, der die Freundschaft zwischen den beiden Gemeinden symbolisiert, ist bereits hoch gewachsen, es ist viel Zeit vergangen, seit die Partnerschaft entstanden gekommen ist. Deswegen ist es würdig und recht, all derer zu gedenken und zu danken, die die Beziehungen in die Wege geleitet und später betreut haben.

Martin Schäfer, Bürgermeister von Gröbenzell wies in seiner Rede darauf hin, dass Gröbenzell seit dem Beginn eine tiefe und innige Verbundenheit zu Werischwar fühlt. Durch die Partnerschaft zwischen beiden Kommunen hat der Gedanke Europa an seiner Bedeutung nichts verloren. Der europäische Gedanke ließ den Eisernen Vorhang fallen und er ist es, der uns es ermöglicht, dass wir ebenbürtig und frei nebeneinander in Europa leben können. Europa bedeutet nicht die Gleichmacherei der Länder, wir sollten alle bei unseren eigenen Identitäten bleiben. Die Städtepartnerschaften spielen dabei eine wichtige Rolle, denn durch sie werden auch die Beziehungen zwischen den Menschen enger. Besonders wichtig fand Martin Schäfer, dass die Beziehung zwischen Werischwar und Gröbenzell nicht nur auf der Ebene der kommunalen Verwaltung geblieben ist, sondern sich auf die Vereine, auf die Bürger erweitert hat. Er sprach seine Hoffnung aus, dass die Menschen beider Gemeinden die Partnerschaft noch lange aufrechterhalten werden und als Zeichen dieser guten Hoffnung wurde Bürgermeister Gromon ein Baum aus Gröbenzell und eine kleine Bank überreicht. Die kleine Bank wird in lebensechtem Maßstab von Gröbenzeller Jugendlichen derzeit noch angefertigt.

 

vorosvari-ujsag-2017-09-00114Gröbenzell befindet sich im Landkreis Fürstenfeldbruck, im Regierungsbezirk Oberbayern, 16 Km weit von München. Die Gemeinde hat ungefähr 20.000 Einwohner und damit ist sie die größte Gemeinde ihres Landkreises, die (noch) keinen Stadtstatus hat. Martin Schäfer bekleidet seit 2014 das Amt des Bürgermeisters, er wird durch die Unabhängige Wählergemeinschaft Gröbenzell (UWG) unterstützt. Die 24 Gemeinderatssitze teilen CSU, Grüne, SPD, UWG, FWG und FDP unter sich auf.

Der Name „Gröbenzell” leitet sich von der Bezeichnung „Zoll, Zöllner am Gröbenbach” ab, weshalb sich auf dem Wappen von Gröbenzell eine Schranke findet, die über einem Bach steht.

 

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Das Nationalitätengemischtchor sorgte für den musikalischen Hintergrund

Im Anschluss an Martin Schäfer ergriff Roland Polaschek das Wort. „Vom ersten Moment der Begegnung spürt man, dass man unter Freuden in Werischwar ist“, sagte er. Begegnung, Verständnis, Freundschaft und Frieden hängen eng zusammen – die Worte des Altbundespräsidenten Richard von Weizsäcker gelten auch im Kontext der Städtepartnerschaften. Nach dem Fall der Mauer suchten viele deutsche Gemeinden eine Partnerschaft zu Siedlungen im ehemaligen Ostblock. Sprache, Kultur, Religion beider Seiten waren wichtige Komponenten bei der Entstehung der Beziehungen. Gröbenzell unterzeichnete noch vor Gerstetten mit Werischwar die Partnerschaftsurkunde – die Gerstettener würden nie zugeben, dass sie deswegen ein wenig bisschen neidisch auf die Gröbenzeller sind. Doch gratulieren die Gerstettener den Gröbenzellern vom ganzen Herzen zu diesem Primat und wünschen weitere erfolgreiche mindestens 25 Jahre: es lebe Pilisvörösvár, es lebe Gröbenzell, es lebe Borszék, und natürlich Gerstetten! – schloss Bürgermeister Polaschek seine Rede.

László Sax, Vorsitzender der Nationalitätenverwaltung, betonte die Wichtigkeit dessen, dass die Städtepartnerschaft nur dann auch in der Zukunft lebendig bleibt, wenn sie über die Generationen hinaus, die sie aufgebaut haben, von den Jugendlichen in und außerhalb der Vereine weitergeführt werden. Dazu wünschte er allen Bürgern gute Gesundheit, viel Begeisterung und noch mehr schöne Erfahrungen.

Im Auftrag des Bürgermeisters von Borszék sprach István Alvó: Er bedankte sich bei Werischwar für all das Schöne und Gute, das die Siedlung den Borszéker Bürgern schenkte.

Den Abend rundeten Fotos ab, die die wichtigsten Momente der Partnerschaft wieder aufleben ließen.

Márta Müller / Gábor Kerekes

25 éves a partnerkapcsolat

Búcsúvasárnap este kedves eseményre gyűltek össze a települési és a német nemzetiségi önkormányzat képviselői, a városunkban tartózkodó testvérvárosi delegációk tagjai, a meghívott vendégek és az érdeklődő vörösvári polgárok: a Zeneiskola aulájában ekkor került sor Gröbenzell és Pilisvörösvár 25 éves partnerkapcsolati jubileumának megünneplésére. Gröbenzell egy bajor település, amely a rendszerváltozás után elsőként kötött Vörösvárral partnerkapcsolati szerződést. Az elmúlt negyed évszázad alatt a kölcsönös látogatások lehetővé tették, hogy megismerjék egymást nemcsak a települések vezetői, hanem a civil egyesületek tagjai, és általuk a polgárok szélesebb rétegei is. Az ünnepségen mondott beszédében a 25 év szép pillanataira emlékezett Gröbenzell, Vörösvár és Gerstetten polgármestere, valamint Sax László, a PNNÖ elnöke. A vezetők az általuk képviselt szervezetek nevében jelképes ajándékokat adtak át egymásnak, és kifejezték azon reményüket, hogy a testvérvárosi kapcsolat a jövőben is töretlenül fejlődik majd tovább.